Startseite | Neues | Impressum | Kontakt | Newsletter | Sitemap

Internationale AnwohnerKonferenz

Presseerklärung

München, 22.6.2013


Mit einem Kampagnetraining durch plane stupid Germany/Great Britain ging am Sonntag die Erste Internationale FlughafenAnwohnerKonferenz in Attaching/Freising zu Ende. Organisiert von dem Aktionsbündnis AufgeMUCkt, plane stupid und die BI Attaching sprachen Vertreter von Bürgerinitiativen aus ganz Europa drei Tage über gesundheitliche Auswirkungen von Lärm und Schadstoffen, über Auswirkungen des Flugverkehrs auf das weltweite Klima, über gerechte und sinnvolle Steuerpolitik im Luftverkehr und geeignete Strategien zum Schutz aller Anwohner in Flughafenregionen. Dazu waren namhafte Referenten geladen und mit ca. 250 Zuhörern war der Saal immer gut gefüllt.

Am Ende wurde mit standing ovation einstimmig das „Attachinger Manifest“ verabschiedet. Dort werden europaweit gemeinsame Forderungen aufgestellt, die nun den nationalen Parlamenten und dem EU-Parlament übermittelt werden.

Alle waren sich einig: diese Konferenz war ein wichtiger Schritt in der europaweiten Vernetzung und diese Vernetzung ist dringend nötig, um den Lobbyinteressen der Luftverkehrswirtschaft eine wirksame Gegenmacht entgegen zu stellen. Gemeinsam fordern wir wirksamen Schutz der Anwohner und lassen uns von den Flughafenbetreibern nicht gegen einander ausspielen!

Wie gesagt – ein erster Schritt, dem weitere folgen werden. Denn nur gemeinsam sind wir stark!

Mit freundlichen Grüßen
Helga Stieglmeier
Sprecherin AufgeMUCkt

Das Manifest

Attachinger Manifest
Everybody has the right
to sleep at night

Europa braucht eine gesellschaftliche Diskussion über Luftverkehr.
Ungeplant und unkoordiniert werden europaweit Flughäfen auf
Kosten der Bevölkerung ausgebaut. Dabei ist der wirtschaftliche
Nutzen nicht darstellbar.

Überall regt sich regionaler Widerstand der Bevölkerung. Dabei geht
es um gesellschaftliche Fragen wie Klimaschutz, die Finanzierbarkeit
von Großprojekten, aber auch persönliche Betroffenheiten bei der
Frage des Rechts auf körperliche Unversehrtheit, Schutz des
Eigentums und Bewahrung der Heimat.

Wir stellen fest: Die Probleme sind überall die gleichen – daher muss
die Diskussion von der regionalen Ebene auf die europäische Ebene
gehoben werden. Die Anwohner der unterschiedlichen Flughäfen
dürfen nicht weiter gegen einander ausgespielt werden.

Überall haben wir ein Recht auf Gesundheit, ein Recht auf Heimat
und Schutz des Eigentums und die Pflicht, unseren Kinder eine
lebenswerte, intakte Welt zu hinterlassen.

Daher organisieren wir uns in der Ersten Internationalen
Flughafenanwohnerkonferenz und stellen an unsere nationalen
Parlamente und des EU-Parlament folgende Forderungen:

Achtstündiges Nachtflugverbot
Abschaffung der Steuerprivilegien bei Umsatz- und Energiesteuer
Abbau der Subventionen im Luftverkehr
Aktiver Schallschutz vor passivem Schallschutz
Kein Kapazitätsausbau des Luftverkehrs
Verlagerung der Kurzstreckenflüge auf die Schiene

Die Gesundheit, ein selbstbestimmtes Leben und eine intakte Umwelt
müssen höhere Priorität genießen als wirtschaftliche Interessen.

Gemeinsam kämpfen wir für unsere Rechte und ein Europa der
Bürgerinnen und Bürger.

22.6.2013