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20.09.2013: Pressemitteilung 159/13

BI Weg mit Flugrouten über Kleinmachnow


Pressemitteilung 159/13

Kleinmachnow zum OVG-Urteil für Blankenfelde:
BER-Flugroutenkonzept vor dem Kollaps


Das OVG Berlin-Brandenburg hat am19. September 2013 ein „(flug)bahnbrechendes Urteil“ gefällt. Es hat die BER-Flugroute bei Westabflügen in der Nacht über Blankenfelde gekippt. Das hat Konsequenzen für das insgesamt menschenverachtende und umweltzerstörerische Flugroutensytem des Hauptstadtflughafens,“ sagt MICHAEL LIPPOLDT, Sprecher der BI Kleinmachnow gegen Flugrouten e.V. voraus.

Das Urteil zeige erneut in aller Deutlichkeit, dass Schönefeld der absolut falsche Standort für einen Hauptstadtflughafen war und ist. Es offenbare, das die im Zuständigkeitsbereich des Bundesministers für Verkehr, Herrn Dr. Peter Ramsauer, MdB (CSU), angesiedelten und von diesem weisungsabhängigen Behörden Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) und Deutsche Flugsicherung (DFS) immer noch nicht gelernt haben, dass bei der Flugroutenfestlegung Gesundheitsschutz vor Wirtschaftlichkeit rangieren muss. „Das ist ein politischer Skandal!“

„Jetzt muss eine komplett neue Flugroutenabwägung in Gang kommen,“ verlangt LIPPOLDT. Die verantwortlichen staatlichen Stellen müssten die Restriktionen für den Flugbetrieb, die aus der falschen, durch Täuschung erschlichenen Standortentscheidung resultieren, endlich akzeptieren. Ein neues Flugroutensystem dürfe nicht mehr auf ein planwidriges Internationales Luftdrehkreuz ausgerichtet werden. Die falsche Lage des Flughafens - fast schon innerstädtisch in einem dicht besiedelten suburbanen Ballungsraum - lasse etwas anderes nicht zu. Der BER sei nur als mittelgroßer Verkehrsflughafen für den regionalen Bedarf von Berlin und Brandenburg beantragt und genehmigt worden. Für einen solchen gebe es den von den Ramsauer-Behörden verfolgten Betrieb mit geichzeitigen und unabhängigen Starts von beiden Bahnen nicht. Das Beispiel von London-Heathrow zeige, dass es zum Schutz der Bevölkerung auch anders geht: Mit eine rotierenden
Belegung der beiden Start- und Landebahnen so, dass jeweils nur eine Bahn für Starts und die andere für Landungen freigegeben wird. Für die betroffenen Anrainer lässt sich damit eine gerechtere Verteilung der Vorteile und Belastungen bewirken, wenn die Rotation intelligent nach Tagen und Tageszeiten variiert.
http://www.youtube.com/watch?v=gIybWmioK80&feature=youtu.be

Das Urteil, so LIPPOLDT, führe schließlich der Politik zwei Tage vor der Bundestagswahl vor Augen, dass ein strenges Nachtflugverbot am BER von 22 bis 6 Uhr unabdingbar ist und spätestens mit der Betriebsaufnahme am BER zwingend gelten muss. „Die Wähler im Flughafenumfeld wären deshalb gut beraten, vor dem Urnengang am Sonntag nochmals nachzulesen, wer sich von den Kandidaten und Parteien für ein Nachtflugverbot einsetzt und wer dieses kategorisch ausschließt.“
http://www.kleinmachnow-gegenflugrouten.
de/index.php?option=com_content&view=article&id=71&Itemid=32
LIPPOLDT: „Inzwischen wird weiter demonstriert – jetzt mit neuem Schwung und neuem Zorn auch seitens aller Berliner, die nach dem Urteil des OVG erkennen, dass die ihnen von der großen Koalition Wowereit-Henkel in Berlin versprochene Ruhe nichts wert war: Am Samstag, den 19. Oktober 2013, vor der Zentrale der Berliner Landes-CDU am Wittenbergplatz – für ein Nachtflugverbot auch für alle Berliner von 22 bis 6 Uhr!“

Kleinmachnow, den 20.9.2013
V.i.S.d.P.: Michael Lippoldt