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13.05.2015: Pressemitteilung

Christoph Schulze
Mitglied des Landtages Brandenburg
Brandenburger Vereinigte Bürgerbewegungen – Freie Wähler

Zossen, den 13.5.2015

Pressemitteilung

Fluch des falschen BER-Standortes: Für Mahlow-Nord gibt es keine besseren Flugrouten

Für Blankenfelde Mahlow wird es keine Flugrouten geben, welche die Fluglärmbetroffenheit im Ortwirklich reduzieren.

Rangsdorf rückt ins Zielvisier der Abflüge von der Südbahn

Anlässlich der am Dienstag, den 12.05.2015, in der Astrid-Lindgren-Grundschule von der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow veranstalteten Diskussion kamen die betroffen Bürger zu Wort. Bei der Diskussion ging es um eine erhoffte Entlastung der vom Fluglärm schwerstbetroffenen Bürger in Mahlow-Nord wenigstens in der Nacht von 22- 6 Uhr nach der Eröffnung des BER.

Aufgrund des Urteils des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg vom 19. September 2013 wird nach Eröffnung des BER in der Zeit von 22-6 Uhr von der Nordbahn des BER nicht geradeaus gestartet, sondern soll Mahlow nördlich in einem kleinen Bogen umflogen werden.
Am Ende der Veranstaltung stellten die Besucher ernüchtert fest, dass die erhoffte Entlastung vom Fluglärm wenigstens in der Nacht mit der nördlichen Umfliegung ihres Ortsteils nicht kommen wird. Ganz im Gegenteil.

Mahlow liegt zu dicht am neuen Flughafen BER, als dass diese geringe Verschiebung der Flugroute überhaupt etwas zur wirklich Entlastung der Bürger beitragen könnte. Die Flugroutendebatte ist reine Augenwischerei.

Jetzt sollen die Bürger von Blankenfelde und Mahlow auch noch gegeneinander ausgespielt und gegeneinander aufgwiegelt werden.

Wie sagten schon die alten Römer: „Divide et impera“ (lateinisch für teile und herrsche). Diese Redewendung und der Impetus bedeutet, man solle ein Volk oder eine Gruppierung nur in Untergruppen aufspalten, damit sie leichter zu beherrschen bzw. zu besiegen sei.

Genau das passiert hier.

Am Ende sollen die Blankenfelde-Mahlower Gemeindevertreter dann auch noch aussuchen und beschließen, welche der „Placebo-Flugrouten“ genommen werden soll, damit der Flughafen und die Politik / Landesregierung dann in Zukunft darauf verweisen können, dass die Flugrouten ja ein Wunsch der Blankenfelder Bürger sind.

Dreister und zynischer geht’s kaum.

„Der BER wird am falschen Standort gebaut. Unnötigerweise werden zu viele Mitbürger Fluglärm ausgesetzt werden, der gesundheitsschädigend wirkt.

Placebo-Flugrouten
helfen den Schwerstbetroffen in Blankenfelde und Mahlow nicht.
Sie sind nur Beruhigungspillen für Gutgläubige, die das falsche Spiel der Landesregierung von SPD und Linkspartei mit der Gesundheit der Betroffenen nicht sehen wollen.“, fasst Christoph Schulze, der Landtagsabgeordnete des betroffenen Landkreises, das Ergebnis der Veranstaltung zusammen.

Apropos Rangsdorf:

Von Vertretern der DFS ( Deutsche Flugsicherung) wurde ausgeführt, dass aus Sicht der DFS, der FBB und der Landesregierung die Bündelung der Abflüge in Richtung WESTEN in den Abend und Nachtstunden auf der Südbahn, d.h. über Dahlewitz, Jühnsdorf und Rangsdorf konzentriert werden sollten, weil dort am wenigsten Betroffenen wären ( angeblich 8000- 8500). Damit gerät jetzt auch Rangsdorf ins Visier. Wer sich bisher nicht betroffen glaubte, wird möglicherweise ein böses Erwachen erleben.



Was wäre zu tun:

Sofortiges Durchsetzen eines Nachtflugverbotes von 22 – 6 UhrWirkliche Einbeziehung der Bürger und Bürgerinitiativen in die Planungen und Absichten3. Klare Ansagen an die Airlines im Hinblick auf lärmmindernde Anflugverfahren
4. Konsequenter Schallschutz für alle Betroffenen – statt Billigschallschutz und Teillösungen nur für die schwerstbetroffenen Anlieger
5. Sofortiger Beginn der Suche nach einem geeigneten Standort für einen Ersatz für de BER.



Christoph Schulze, MdL
Freie Wähler im Landtag Brandenburg