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14.05.2013: Pressemitteilung 147/13

Pressemitteilung 147/13

Neue Studie belegt: Stadtflughäfen sind Jobmaschinen - für Totengräber

Dramatische Gesundheitsschäden durch nächtliche Starts und Landungen auf stadtnahen Flughäfen hat die jüngste Untersuchung des Umweltepidemiologen Prof. Eberhard Greiser und des Gesundheitsökonomen Prof. Gerd Glaeske für die nächsten Jahre prognostiziert. Die beiden renommierten Wissenschaftler kommen am Beispiel des Flughafens Frankfurt zu erschreckenden Ergebnissen: Wenn ein Nachtflugverbot nicht ab 22 Uhr einsetzt, sondern erst ab 23 Uhr - wie dies z. B. die brandenburgische CDU-Landtagsfraktion auch für den künftigen Hauptstadtflughafen „Willy Brandt“ in Schönefeld vorschlägt - , wird der Fluglärm dieser einen Stunde innerhalb von 10 Jahren 23.400 Erkrankungen und 3.400 vorzeitige Todesfälle mehr verursachen. Die zusätzlichen Krankheitskosten werden 1,5 Mrd. Euro übersteigen.
„Für jeden ehrlich und gerecht denkenden Abgeordneten auch in Berlin und Brandenburg kann dieses wissenschaftlich untermauerte Ergebnis nur heißen, dass am BER in Schönefeld keine planmäßigen Nachtflüge von 22 bis 6 Uhr zugelassen werden dürfen,“ mahnt MATTHIAS SCHUBERT, Vorsitzender der Bürgerinitiative Kleinmachnow gegen Flugrouten e.V..

Die ursächlichen Wechselbeziehungen zwischen Fluglärm, insbesondere in der Nacht, und massiven Erkrankungen unter den Flughafenanrainern seien seit langem medizinisch erwiesen. Aus Gründen des präventiven Gesundheitsschutzes fordere deshalb auch das Umweltbundesamt ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr an stadtnahen Flughäfen. Das Verdienst von Greiser und Glaeske sei es, dass sie das Gesundheitsdrama, das stadtnahe Flughäfen anrichten, quantifizieren. „Politische Ausreden, es werde schon nicht so schlimm, gelten jetzt nicht mehr,“ stellt SCHUBERT fest. Das werde auch die nächste Groß-Demo der Fluglärmgegner am Samstag, den 8.6.2013, um 15 Uhr, in Schönefeld deutlich machen. „Wir wollen wissen, was die Landesregierung bislang unternommen hat, um das vom Landtag mit überwältigender Mehrheit angenommene Volksbegehren für ein strenges Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr umzusetzen. Leben und Gesundheit sind keine Verhandlungsmasse!“

Kleinmachnow, den 14.5.2013
V.i.S.d.P.:
Matthias Schubert

Die Studie ist im März-Heft der medizinischen Fachzeitschrift „Gesundheitswesen'“ erschienen; Thieme-Verlag Stuttgart, New York (Greiser, E. u. Glaeske, G: Soziale und ökonomische Folgen nächtlichen Fluglärms im Umfeld des Flughafens Frankfurt/Main.)